Nachtkerzenöl

Die Nachtkerze (Onthera biennis) stammt aus Nordamerika und wurde bereits im 17. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa gebracht. Bereits die Indianer Nordamerikas nutzen die Nachtkerze als Heilpflanze. Heute wird besonders das Öl aus den Samen in der Naturheilkunde eingesetzt.

Das Nachtkerzenöl enthält große Mengen Gamma-Linolensäure, aus dem der Körper Prostaglandin E1 bildet.

Die Gamma-Linolensäure gehört zu den sogenannten PUFAS, den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Da unser Körper solche ungesättigten Fettsäuren nur relativ wenig synthetisiert, d.h. zusammensetzen kann, müssen wir ihm diese Fettsäuren mit der Nahrung zu führen. Es sind lebensnotwendige (essentielle) Substanzen.

Es ist an zahlreichen Funktionen der Zellen beteiligt, u.a. wirkt es antiinflammatorisch, d.h. es fördert die Bildung entzündungshemmender Substanzen im Körper. Bei Neurodermitikern soll ein Mangel an dieser für den menschlichen Stoffwechsel wichtigen Gamma-Linolensäure bestehen.

Neurodermitikern wird daher empfohlen das Öl der Nachtkerze sowohl innerlich einzunehmen, als auch eingearbeitet in Cremes und Lotionen auf die Haut aufzutragen. Betroffene sollten hier mit Ihrem Arzt sprechen. Auch die Wirksamkeit bei Ekzemen, Dermatitis und Psoriasis wurde in klinischen Studien belegt.
Gleichzeitig reduziert Gamma-Liniolensäure den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und wirkt als Radikalfänger.

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