17.02.2010
Warum selbstgemachter probiotischer Joghurt?
Spezialthema: Joghurt

Jean Pütz hat schon in vielen Hobbythek Sendungen auf die gesundheitlichen Vorzüge der probiotischen Bakterien und Milchprodukte hingewiesen, denn sie sind für jedermann gut: Probiotisch leitet sich ab von "pro bios" und bedeutet soviel wie "für das Leben". Probiotische Milchsäurebakterien überstehen die Magenpassage besser, als ihre herkömmlichen "Brüder und Schwestern" aus den altbewährten Joghurts. Sie können sich deshalb vermehrt erfolgreich im Darm ansiedeln. Allein durch ihre Anwesenheit besetzen sie wichtigen Raum im Darm und blockieren auf diese Weise den Platz für andere, vielleicht gefährliche Keime. Dieses Argument ist nicht zu unterschätzen, da sich bei vielen Infektionen die Krankheitserreger explosionsartig im Darm vermehren.

mehr >>
 

Joghurt

Finnische Forscher verabreichten schwangeren Frauen zwei Wochen vor der Geburt Kapseln mit einem speziellen Milchsäurebakterium, dem Lactobacillus GG. Die Säuglinge bekamen ihn sechs Monate lang über die Muttermilch oder die Nahrung verabreicht. Nach zwei Jahren zeigten nur 23% der erblich belasteten Kinder ein atopisches Ekzem, wohingegen die Krankheit in der Kontrollgruppe doppelt so oft ausbrach.

Die Ursachen für dieses Ergebnis sind noch spekulativ. Vermutlich verhindern diese Bakterien, dass Krankheitserreger und Allergene durch die  Darmschleimhaut in den Körper eindringen können. Diese ist bei Neurodermitikern nämlich durchlässiger als bei gesunden Menschen. Mittlerweile sind diese probiotischen Bakterien im Handel erhältlich und werden auch als vierwöchige Kur angeboten. Schaden könne Sie in keinem Fall. Ob die Kur aber die versprochene Linderung der Neurodermitis bringt, ist noch nicht ausreichend erforscht.

Professor Heinrich Kasper, renommierter Ernährungsmediziner der Universität Würzburg, empfiehlt Neurodermitikern täglich 150 Gramm eines solchen Joghurts zu verzehren. Dadurch werden mehrere 100 Millionen Milchsäurebakterien aufgenommen, die Neurodermitis vorbeugen und sogar einen Heilungseffekt erzielen können.

Andere gesundheitsfördernden Eigenschaften probiotischer Kulturen werden noch untersucht. Bereits gut untersucht ist die Förderung der Lactose-Verdauung, da diese Kulturen verstärkt Milchzucker abbauen, so dass Menschen mit Lactose-Intoleranz von probotischen Produkten profitieren.

Probiotischer Joghurt und Co selbstgemacht

Probiotische Milchprodukte lassen sich leicht selbst herstellen. Die wichtigsten Komponenten dabei sind unsere probiotischen JoghurtkulturenJP und unsere QuarkkulturJP.

Die JoghurtkulturJP eignet sich zur Herstellung von Joghurts mit cremiger und lockerer Konsistenz. Sie enthält die probiotischen Kulturen Lactobacillus acidophilus und Bifidobacterium lactis.

Die Quarkkultur ist für die Quark- und Käseherstellung entwickelt worden. In dieser Säuerungskultur sind die mesophilen Keime, Bakterien, die mittlere Temperaturen lieben, Lactococcus lactis sowie Leuconostoc cremoris enthalten.

Unsere selbstgemachten Joghurts und Quarks schmecken pur wunderbar. Sie können sie aber natürlich durch mannigfaltige Zutaten, z.B. unseren zuckerfreien Fruchtkonzentraten Frusip's, verfeinern. Zur Herstellung, die wirklich kinderleicht ist, sollten Sie sich die Anschaffung eines speziellen Joghurtbereiters überlegen. Diese halten die Betriebstemperaturen über die Länge der Fermentationszeit konstant.

Mehr zum Thema Joghurt:






Zurück zur Übersicht