01.10.2009
Olivenblattextrakt, ein kraftvolles Antioxidans
Hildegard von Bingen

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Warum können Olivenbäume so alt werden?

Der Baum schützt sich mit speziellen Pflanzeninhaltsstoffen, die in den Blättern, der Frucht, der Wurzel und der Rinde des Baums vorkommen.
Dieses natürliche Abwehrsystem schützt ihn vor Pilzbefall und durch Bakterien ausgelöste Krankheiten. Zurückzuführen sind diese antibiotischen Eigenschaften auf die Substanz Oleuropein, die starke antimikrobielle, antimykotische und antiparasitäre Eigenschaften hat. Oleuropein gehört zur Gruppe der Polyphenole und kommt in den Früchten, der Wurzel aber vor allen Dingen im Olivenblatt vor.

Oleuropein ist ein sehr starkes Antioxidans, welches in den Blättern in 3000 fach höherer Konzentration als im Olivenöl enthalten ist. Der Grund ist, dass Olivenblätter ca. 5 Jahre am Baum bleiben, während die Oliven nur ein paar Monate am Zweig hängen.
So sind die Blätter gegen Insekten, bakterielle Erkrankungen und Pilze für einen relativ langen Zeitraum geschützt.

Schon Hildegard von Bingen wusste um die Heilkraft der Blätter und setzte Tees aus frischen Olivenblättern gegen Gicht, Magenverstimmung und Verdauungsbeschwerden ein.

Lange war nicht bekannt, warum Olivenblätter gegen bestimmte Krankheiten so ausgezeichnet halfen. Erst seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts werden die Inhaltsstoffe der Olivenblätter weltweit systematisch erforscht.

In der Kosmetik wird besonders die antioxidative Wirkung des Oleuropeins geschätzt. Es neutralisiert die Zellschädigung durch freie Radikale und beugt so lichtbedingter Hautalterung vor.

Zur Gewinnung des Extraktes werden die Blätter vom Baum gepflückt. Der Extrakt wird danach schonend aus den frischen Blättern hergestellt. Durch das Pflücken der Blätter wird der Baum zum Wachstum angeregt und somit verjüngt.
 
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