Rezept gegen Mehltau:

Mehltaupilze gehören zu den bekanntesten und verbreitesten Pflanzenerkrankungen. Echter Mehltau ist durch einen pudrigen, weißlichen Befall an der Blattoberseite zu erkennen. Bei falschem Mehltau befinden sich an der Blattoberseite helle Flecken und auf der Unterseite ein gräulicher Belag. Ein geringer Anfangsbefall kann sich innerhalb weniger Tage großflächig ausbreiten. Die Pflanzen werden durch die Pilze stark geschädigt und es kommt zu Ernteeinbußen.

Natriumhydrogencarbonat „ wirkt speziell stärkend und vorbeugend vor Echten und Falschen Mehltau. Sein Hauptbestandteil ist ein Natriumsalz der Kohlensäure, das auch zur Herstellung von Lebensmitteln verwendet wird. Im Wasser gelöst und auf Pflanzen gesprüht, erhöht es die Widerstandskraft der Pflanzen.

Zur Wirkungssteigerung sollte es zusammen mit einem Pflanzenöl, z.B. Niemöl, und einem Emulgator , z.B. dem Niemölemulgator Rimulgan, eingesetzt werden. Diese Kombination ergibt eine hochwirksame Formulierung. Das Öl und der Emulgator bilden einen hauchdünnen Überzug auf den Blättern und sorgen somit für eine gleichmäßige Verteilung und gute Haftung des Mehltausalzes. Möchte man die Wirkung noch verstärken, zusätzlich Lebermoosextrakt einrühren.

Anwendung:

Pflanzenöl und Emulgator zusammenmischen zu formuliertem Öl oder Niem & Emulgator einsetzen. Steinhauer Mehltauschreck in Wasser lösen, anschließend das formulierte Öl einrühren. Mit einem Spritzgerät tropfnass ausbringen.

Die Behandlung alle 7-14 Tage wiederholen.

Dosierung pro 1 Liter Spritzbrühe:

Rosen, Obstbäume, Sträucher: 5-10 g Natriumhydrogencarbonat und 5-10 ml formuliertes Öl, eventl. 5 ml Lebermoosextrakt.

Gemüse, Salat: 2,5 -5 g Natriumhydrogencarbonat und 5 ml formuliertes Öl, eventl. 5 ml Lebermoosextrakt.

Weinbau: 5-10 g Natriumhydrogencarbonat und 5 ml formuliertes Öl

Hinweis: Niemöl & Emulgator wird erst ab ca. 21°C flüssig. Gegebenenfalls vor der Verarbeitung kurz unter warmes Wasser halten.

„Steinhauers Mehltauschreck“  heisst jetzt Natriumhydrogencarbonat