Rezepte mit Bärlauch

Zur Info: Leider wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt. Diese drei  Pflanzen sind äußerst giftig, die Vergiftungen können tödlich sein. Verwechslungsgefahr besteht vor allem, wenn der Bärlauch vor der Blüte gesammelt wird. Daher die Blätter sorgfältig abschneiden und an den Blättern riechen, denn der Knoblauchgeruch ist ein sicheres Zeichen. Eventuell die Blätter etwas zwischen den Fingern reiben. Wer ganz sicher gehen will, verlässt sich auf seinen Obst- und Gemüsehändler.

Bärlauchbutter
Für Bärlauchbutter schneiden Sie frische Bärlauchblätter in Streifen und arbeiten sie in weiche Butter ein. Diese Butter können Sie auch einfrieren.

Bärlauchöl
Um Bärlauchöl herzustellen, braucht man zwei Hände voll frischer, gewaschener und wieder getrockneter Bärlauchblätter, schneidet sie grob klein und übergießt sie mit kaltgepresstem Oliven- oder Rapsöl. Die Mischung ca. drei Wochen kühl und dunkel ziehen lassen. Danach abseihen und fertig ist ein wunderbares Würzöl, das den Geruch des Frühlings auch noch im Winter in die Nase steigen lässt.

Man kann die frischen Blätter auch im Mörser zerreiben und dann ins Öl geben, dann wird der Geruch etwas intensiver.

Bärlauchpaste
Für eine Bärlauchpaste, die Blätter pürieren und mit Salz und einem gutem Schuss Olivenöl verrühren. Auf ca. 100 g Bärlauchblätter und ca. 10 g Salz kommen 100 ml Öl. Die Paste in dunkle Gläser füllen, gut verschließen und kühl aufbewahren. Diese Paste ist ein wunderbares Universalgewürz für alle Gelegenheiten, besonders wenn ein Hauch von Knoblauch fehlt. Ergänzt man die Paste noch um 100 g geröstete Pinienkerne und 50 g Pecorino erhält man ein leckeres Pesto.