Johanniskrautöl, entspannendes Öl aus einer alten Heilpflanze

Johanniskrautöl
Johanniskrautöl

In unserer heutigen, stressigen Welt ist das Öl aus Johanniskraut besonders wertvoll. Johanniskrautöl ist ein entspannendes Massageöl nach einem anstrengendem  Tag, sowohl für verspannte Muskeln als auch für unsere seelische Anspannung.

Das echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) wächst auf sonnigen, kargen Böden. Man findet es am Dorfrand, in den Straßengräben, auf sonnigen Wiesen oder an Waldlichtungen.  Um den 24. Juni entwickeln sich die leuchtend gelben Blüten. In den Blüten befinden sich die beiden Hauptwirkstoffe, Hypericin 0,3% und Hyperforin 2%. Zerreibt man die Blüten zwischen den Fingern, tritt beim echten Johanniskraut rötlicher Saft aus. Daher stammt auch der Name „Rotöl“.

Schon seit Jahrtausenden wusste man um die Heilwirkung des Johanniskrauts. Seine vielen Anwendungen haben eine lange Tradition. Bereits in der Reichverordnung Karl des Großen steht es mit auf der Liste der 70 wichtigsten Heil- und Gewürzpflanzen. Er befahl sogar den gezielten Anbau der Pflanze.

Beim Johanniskrautöl handelt es sich um ein Mazerat, einem öligen Auszug aus den Blüten. Es wird äußerlich angewendet z.B. zum Einreiben bei Hexenschuss, Zerrungen, Prellungen und jeder Art von Rückenschmerzen. Als Massageöl löst es körperliche und seelische Verspannungen. Besonders der Wirkstoff Hyperforin ist ein wahrer Stimmungsaufheller. Es wirkt harmonisierend, verbessert die Stimmung und steigert die Lebenslust.

Johanniskrautöl hilft bei Sonnenbrand und Verbrennungen und beruhigt Irritationen der Haut. Besonders empfindliche, strapazierte Haut und schlecht heilende Wunden profitieren von den Wirkeigenschaften des Öls.

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Stellen Sie Ihr eigenes Johanniskrautöl her!

Sie brauchen dafür:

  • frisches Pflanzenmaterial, ein großes Schraubglas und ausreichend kalt gepresstes Olivenöl oder Sesamöl, braune Apothekerflaschen, Trichter und ein Sieb

Pflücken Sie das Johanniskraut möglichst an einem sonnigen Tag. Sie brauchen das obere Drittel

Johanniskraut
Johanniskraut

der Pflanze, Blüten und Blätter. Streifen Sie dann zu Hause die gewaschenen und getrockneten Blüten und Blätter ab und befüllen damit ein großes Schraubglas. Übergießen sie alles mit dem Öl. Alle Pflanzenteile müssen bedeckt sein. Lassen Sie das Glas an einem warmen, möglichst sonnigem Ort ca. 6 Wochen ziehen. Während dieser Zeit färbt sich das Öl rot. Nach 6 Wochen seihen Sie das Öl ab und füllen es in dunkle Apothekerflaschen. Jetzt muss das Öl kühl und dunkel gelagert werden. Sie können auch noch 1 % ätherisches Lavendelöl zufügen. Dieses macht Sinn, wenn Sie das Öl für die Hautpflege oder zur Entspannung einsetzen möchten.

Johanniskrautöl innerlich einnehmen

Es gibt viele Präparate mit Johanniskraut als Wirkstoff. Jetzt hat man Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten festgestellt. Betroffen sind vor allem transplantierte Menschen und auch solche, die Medikamente gegen AIDS einnehmen müssen. Sie dürfen keine hyperforin-haltigen Präparate innerlich einnehmen. Niedrig dosierte Präparate stellen laut einer neuen Studie (September 2008) wiederum keine Gefahr dar. Diese haben dann jedoch nicht die ausgeprägte antidepressive Wirkung: Mueller SC, Majcher-Peszynska J, Mundkowski RG, Uehleke B, Klammt S, Sievers H, Lehnfeld R, Frank B, Thurow K, Kundt G, Drewelow B.: No clinically relevant CYP3A induction after St. John’s wort with low hyperforin content in healthy volunteers. Eur J Clin Pharmacol. 2008 Sep 3.

Die äußerliche Anwendung ist davon nicht betroffen.