Jojobaöl, das Mittel für schöne Haut und Haare

Beim Jojobaöl handelt es sich eigentlich chemisch gesehen nicht um ein Öl, sondern um ein flüssiges Wachs. Wenn es gekühlt aufbewahrt wird, erstarrt es. Das fällt besonders im Winter auf, wenn das gelieferte Öl fest und fast weißlich ist. Bei normaler Raumtemperatur verflüssigt es sich sofort wieder.

Was macht Jojobaöl so besonders?

Jojobaöl
Jojobaöl

Aufgebaut ist Jojobaöl aus vielen flüssigen, langkettigen Wachsestern. Seine Fettsäuren sind nicht an Glycerin, sondern an Fettalkohol gebunden. Diese Ester gleichen unserem menschlichen Hauttalg. Das bewirkt, dass sich das Öl hervorragend damit verbindet. Zusammen bilden sie einen Lipidfilm, der Feuchtigkeit auf der Haut bindet, sie dabei aber nicht abdichtet. Die Hornhaut wird langanhaltend vor Wasserverlust geschützt. Das Öl lässt sich leicht auftragen, ohne fettend zu wirken. Es macht die Haut geschmeidig und elastisch. Außerdem wird es schnell von der Haut aufgenommen. Da es sich recht langsam auf der Haut ausbreitet (spreitet), ist es auch für Augen Kosmetik geeignet.

Wie kann man Jojobaöl sinnvoll einsetzen?

Das Mittel für schöne Haut. Besonders reife, trockene Haut profitiert von seinen  feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften. In einer Emulsion unterstützt es den Emulgator. Setzt man instabile Öle wie Wirkstofföle in einer Creme ein, dann stabilisiert Jojobaöl sie.

Jojobaöl stärkt außerdem trockenes und brüchiges Haar. Dabei beschwert es die Haare nicht. Sie können es auch als Kur ins nasse Haar massieren.  Nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten, sorgfältig auswaschen. Bei trockenen Haarspitzen etwas Öl einkneten und im Haar lassen.

Massageöle aus einer Basis aus Jojobaöl gleiten beim Massieren besonders gut. Gleichzeitig pflegen sie die Haut und spenden Feuchtigkeit. Da das Öl fast geruchsneutral ist, verträgt es sich gut mit ätherischen Ölen.

Die Herkunft des Jojobastrauchs

Das Öl wird aus den nussartigen Samen der Wüstenpflanze Jojoba (Simmondsia chinensis) gewonnen. Der ca. 3 m hohe immergrüne Strauch gehört zu den Buchsbaumgewächsen. Die Hauptanbaugebiete sind die Wüstenlandschaften in Kalifornien, Arizona, Mexiko und Israel. Man baut ihn in Plantagen an. Bis zur ersten Ernte der Samen vergehen bis zu 5-6 Jahre. Die Sträucher können sehr alt werden.

Das aus den Samen gewonnene Öl ist hellgelb und fast geruchslos. Es ist sehr stabil.

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