Kurkuma – ein indisches Gewürz mit interessanten Eigenschaften

Kurkuma ist ein Ingwergewächs, und wie beim Ingwer wird auch hier das Rhizom genutzt. Ein Rhizom ist ein unterirdisch, dicht unter dem Boden, wachsender Spross, der sich verdickt und Reservestoffe speichert. Kurkuma ist in Südasien heimisch und wird seit langer Zeit in Indien, China und Indonesien angebaut. Das Rhinozom wird getrocknet und gemahlen und dient so seit Jahrtausenden als wichtige Zutat in Gewürzmischungen, den Masalas und Curries. Es verleiht dem Currypulver seine leuchtend gelbe Farbe. Das Pulver ist Heilmittel und Färbemittel. Die gelb-orange-rote Farbe des Kukumas begegnet uns in Indien überall in den gelben Gewändern buddhistischer Mönche und den Rändern von Hochzeitsaris. Zudem malt man den Neugeborenen damit leuchtende Punkte auf die Stirn, die Glück bringen sollen. Gelbwurz kam erst relativ spät nach Europa, wahrscheinlich durch den Venezianer Marco Polo.

Kurkuma – Gelbwurz im Ayurveda

Gelbwurz wird im Ayurveda hochgeschätzt. Sie gilt als Symbol des Wohlstands und spendet die Energie der Göttlichen Mutter. Sie reinigt Körper und Geist, indem sie die Verdauung stimuliert und für eine gesunde Darmflora sorgt. Kurkuma kurbelt die Gallensäureproduktion und regt die Leber an. Der Extrakt bindet sich an Fettmoleküle in der Nahrung und hilft bei deren Verarbeitung im Magen-Darm-Trakt. Das macht Mahlzeiten generell bekömmlicher, Verdauungsbeschwerden können gelindert werden. Sie wirkt stoffwechselfördernd, unterstützt die Eiweißverdauung und soll darüber hinaus bei Fieber, Infekten und Arthritis helfen. Kurkuma ist ein Gewürz für die Winterzeit, da es eine erhitzende Wirkung hat.

Der Verstand wird wach und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Deshalb gibt man Gelbwurz  in Indien auch gerne Kindern, die in der Schule nicht aufpassen wollen.

Antientzündliche Effekte

Curcuma Kapseln, Kurkuma
Curcuma Kapseln

Wie Laboruntersuchungen zeigen, wirkt das in der Pflanze enthaltene Curcumin –, leicht entzündungshemmend. Vermutlich dockt Curcumin an Enzyme an, die an Entzündungsvorgängen im Körper beteiligt sind, und blockiert diese. Aus diesen Erkenntnissen lässt sich ein potenzielles Einsatzgebiet ableiten: entzündliche Krankheiten.

Es gibt auch kleine Analysen zu Arthrose, also Gelenkverschleiß. Möglicherweise mindert Kurkuma Schmerzen und Gelenksteifigkeit, die beispielsweise bei einer Kniearthrose auftreten.

Kurkuma als Gewürz, z.B. für asiatische Gerichte sind in den üblichen Dosierungen empfehlenswert. Sie können helfen Verdauungsbeschwerden vorzubeugen oder zu lindern. Es sind allerdings allergische Reaktionen bekannt, (Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit, Schmerzen im Verdauungstrakt).

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Goldene Milch, ein neuer Superdrink?

Goldene Milch soll gesund sein, die Sinne beleben und dem Körper gut tun. Es ist ein Getränk aus der ayurvedischen Küche. Eigentlich ist es Milch mit Kurkuma, das der Milch ihre goldene Farbe gibt.

Goldene Milch, neuer Superdrink, Kurkuma
Goldene Milch, der neue Superdrink?

Laut einer Studie der University of Michigan soll der Pflanzenstoff Curcumin die Zellmembranen im Körper festigen und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten verbessern. Außerdem wird dem Gewürz nachgesagt, es fördere die Verdauung und lindere Magenbeschwerden. Glaubt man den Ayurvedischen Lehren, ist Kurkuma zudem eine richtige Detox-Kur für den Körper und soll sogar das Hautbild verbessern.

Möchten Sie die goldene Milch einmal probieren, hier ist das Rezept.

Für 1 Glas Goldene Milch brauchen Sie:

  • 1 Stück frischen Kurkuma (2-3 cm) oder 1 EL Kurkumapulver
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 350 ml Milch oder Pflanzenmilch
  • 1 EL Honig oder ein anderes Süßungsmittel
  • Zimt, Pfeffer, Kardamon nach Belieben

Zubereitung

Kurkuma und Ingwer schälen und in einen Topf mit 120 ml Wasser reiben und erhitzen. Solange köcheln lassen, bis sich aus der Flüssigkeit eine Paste gebunden hat – gelegentliches Umrühren nicht vergessen, sonst brennt es an. Danach 1 EL Paste in circa 350 ml Milch unterrühren. Um sich an den Geschmack zu gewöhnen lieber anfangs etwas weniger Paste einarbeiten.

Die Milch-Pasten-Mischung in einem Topf erhitzen, dabei immer wieder mit einem Schneebesen umrühren, damit es nicht klumpt. Honig oder Agavendicksaft, ein wenig Zimt und eine große Prise Pfeffer unterrühren. Noch circa 2-3 Minuten köcheln lassen. Sie können auch noch etwas Kokosöl unterrühren. Die Goldene Milch nun in eine Tasse geben und warm genießen.

Tipp: Im Sommer ist Goldene Milch abgekühlt und auf Eiswürfeln eine großartige Erfrischung.

Weitere Namen für Kurkuma: Gelbwurz, Turmeric, Curcuma longa

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