Lebermoosextrakt, der natürliche Schutz für Ihre Pflanzen

Lebermoos-Extrakt, Pflanzenstärkungsmittel
Lebermoos-Extrakt, Pflanzenstärkungsmittel

Das Pflanzenstärkungsmittel Lebermoos-Extrakt ist ein Naturprodukt, das schnell abbaubar ist und keine Rückstände im Boden belässt. Im Gegensatz zu Pilzbekämpfungsmitteln, wie Kupferbrühe, bleiben im Boden keine Rückstände. Es sind auch keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Die Hobbythek empfiehlt es gegen Bakterien und Pilze.

Der Gesamtextrakt von Moosen enthält einen „Cocktail“ der verschiedensten chemischen Verbindungen. Hier spielen also synergistische Effekte dieser Wirkstoffkombination eine Rolle. Im Gegensatz dazu wirken einzeln isolierte Wirkstoffe nur gegen bestimmte Schaderreger. Die Wirkung solcher Isolate ist zudem nicht so effektiv.

Herstellung und Herkunft

Lebermoosextrakt wird nach Verfahrensweisen hergestellt, entwickelt an der  Universität Bonn, um eine optimale Wirksamkeit sicherzustellen. Das Pflanzenmaterial dazu wird umweltverträglich aus der Natur entnommen. Es handelt sich dabei um eine Art, die nicht Naturschutzgesetzen unterliegt, somit eine nachwachsende Ressource. Die Entnahme schadet nicht dem Bestand.

Die Wirkstoffe des Lebermoosextrakts sind in 70% Alkohol gelöst. Dadurch wird eine stärkere Ausbeute erreicht. Die Wirkungsweise des Lebermoosextrakts wird laufend durch das Institut für Mikrobiologie der Universität Bonn getestet.

Lebermoos (Bazzania trilobata)

Waldboden mit Moos
Waldboden mit Moos

Moose gibt es bereits seit 35 Millionen Jahren. Im Laufe der Evolution haben sie Abwehrstoffe entwickelt, die gegen Schimmelpilze und Bakterien wirken. Sie schützen aber auch vor Fraßschädlingen, wie z.B. vor  Schnecken.

Die Abwehrstoffe, die Moose schützen, können auch für andere Pflanzen interessant sein. Zu dieser Erkenntnis kam man schon vor 20-30 Jahren. Neuere Untersuchungen, besonders die Untersuchungen von Jan Peter Frahm und Klaus Kirchhoff am botanischen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, haben die Ergebnisse von damals bestätigt.

Studie mit Lebermoos bei Nacktschnecken

Nacktschnecke
Nacktschnecke

In ihrer Arbeit „Antifeeding effects of bryophyte extracts from Neckera crispa and Porella obtusata against the slug Arion lusitanicus“ (Fraßhemmende Wirkungen von Moosextrakten aus Neckera crispa und Porella obtusata auf die Nacktschnecke Arion lusitanicus) haben sie zwei Moosarten auf ihre Wirkung gegen Nacktschnecken untersucht.

Für den Versuch wurden vom Laubmoos Neckera crispa und dem Lebermoos Porella obtusata jeweils alkoholische und wässrige Auszüge hergestellt. Die Moose zerkleinerte man und bewahrte sie danach 24 Stunden in Alkohol bzw. Wasser auf. Anschließend wurde die Lösung filtriert und mit destilliertem Wasser auf 5%, bezogen auf das Gewicht der eingesetzten Moose, verdünnt.

Für die Tests setzte man jeweils 5 der gefürchteten Spanischen Wegschnecken über Nacht Blätter von Eisbergsalat vor. Die Blätter besprühte man einmal mit Moosextrakt und einmal nur mit Alkohol bzw. Wasser. Am nächsten Morgen wurde untersucht, wie viel die Schnecken von dem Salat vertilgt hatten.

Bereits in Vorversuchen stellte man fest, dass die wässrige Lösung aus Neckera crispavon wenig bis gar keine fraßhemmende Wirkungen hatten. Bei den alkoholischen Auszügen war das Lebermoos etwa zehnmal so wirksam gegen Schneckenfraß wie das Laubmoos. Selbst bei einer Konzentration von nur 0,25% entsprechend 2,5 Gramm Moos auf einen Liter Flüssigkeit mieden die Schnecken die mit dem Lebermoos-Extrakt behandelten Blätter.
Quelle: Cryptogamie Bryologie | 2002, 23 (3) | S. 271-275 |
© Elsevier Verlag

Wie setzten Sie Lebermoos erfolgreich ein?

5 ml Lebermoos in 1 l Wasser lösen und die Pflanzen zur Stärkung vor Pilzbefall vorbeugend alle 10-14 Tage tropfnass besprühen. Bei bereits befallenen Pflanzen empfiehlt die Hobbythek das Besprühen mit einer bis zu 20% Lösung.

Beim Leitungswasser bindet das Lebermoosextrakt Kalzium und enthärtet damit das Wasser. Dieses Wasser bekommt auch allen anderen Pflanzen, die weiches Wasser lieben, sehr gut.

Anwendungsbeispiele

  • Echter und Falscher Mehltau an Obst, Gemüse und Zierpflanzen
  • Grauschimmelfäule an Erdbeeren, Weinrebe, Paprika, Tomaten, Salat, Blumen
  • Rostkrankheiten an Rosen, Obstgehölzen und Zierpflanzen
  • Sternrußtau an Rosen
  • Schorfkrankheiten bei Apfel- und Birnbäumen
  • Kräuselkrankheiten an Pfirsichbäumen
  • Weiß- und Rotfleckenkrankheit an Erdbeeren

Zu beachten bei der Anwendung ist:

  • Lebermoosextrakt muss vorbeugend gespritzt werden. Das ergibt sich aus der Wirkungsweise: Pflanzen reagieren nach einer Behandlung mit Lebermoosextrakt mit verstärkter Enzymaktivität und stärken sich somit gegen angreifende Schadpilze.
  • nicht bei Regenwetter spritzen. Das Spritzmittel wird sonst wieder abgewaschen. Das gilt nicht nur für den Moosextrakt sondern für alle Spritzmittel. Bei Regenperioden muss daher entsprechend häufiger gespritzt werden.
  • das Spritzen von Zierpflanzen als auch oberirdischen Teilen von Wurzel- oder Knollengemüse ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Obstpflanzen, deren Früchte roh verzehrt werden (z.B. Erdbeeren) müssen Sie  vor dem Verzehr waschen.
  • Lebermoosextrakt ist nicht für die innerliche Einnahme geeignet.

Lebermoosextrakt im Haushalt

Auch im Haushalt können Sie Lebermoosextrakt einsetzen und zwar überall dort, wo sich Schimmel gebildet hat. 10 ml Lebermoos ins Wischwasser geben und damit die befallenen Flächen behandeln oder mit Wasser verdünnt (5-20%), direkt aufsprühen.

Pferdefreunde schwören auf Lebermoosextrakt

Pferde
Pferde

Pilzerkrankungen beim Pferd sind mit den klassischen Mitteln, die vom Tierarzt verordnet werden, oftmals nur langwierig zu behandeln. Sie treten gerade in großen Beständen von Schulpferden auf, bei denen das gleiche Putzzeug oder die gleichen Sättel für unterschiedliche Pferde verwendet werden und durch Reinfektion immer wieder auf.

In vielen Reiterforen wird immer öfter die für die Tiere völlig unbedenkliche Behandlung mit Lebermoosextrakt gelobt. 10-20 ml Lebermoosextrakt mit 100 ml Wasser mischen und damit betroffene Stellen besprühen oder betupfen. Schon nach wenigen Behandlungen tritt eine Besserung ein. Wer einmal gute Erfahrung mit diesem Mittel gemacht hat, will es in der Stallapotheke nicht mehr missen.

Registrierung: Der Lebermoosextrakt ist bei der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft als Pflanzenstärkungsmittel unter der Nr. LS 005102-00-00 registriert.

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