Mücken, die kleinen Draculas des Sommers

Mückenschutz: Sie haben schon manche Gartenparty verdorben. Sie haben uns häufig nachts den Schlaf geraubt. Warum manche Menschen gestochen werden, andere aber nicht, darüber gibt es viele Gerüchte. Sie reichen von der Mär vom „süßen“ Blut bis zu Veränderung der Körperausdünstungen mit Vitamintabletten.

Im Test nachgewiesen wurde keines dieser Gerüchte. Leider stechen Mücken Vegetarier genauso oft wie Fleischesser. Vitamin B1 Tabletten helfen auch nicht. Auch Knoblauchfans wurden genau so oft gestochen wie Vergleichspersonen.

Heute weiß man, dass Kohlendioxid die Weibchen anzieht. Je mehr Kohlendioxid sich in unserer Atemluft befindet, desto attraktiver sind wir für ihre Blutmahlzeit. Menschen mit Blutgruppe 0 wurden bei Tests doppelt so häufig angeflogen und gestochen wie Menschen mit Blutgruppe A. Blutgruppe B lag in der Beliebtheitsskala für die Mücken zwischen A und 0. Andere Stoffe, die von Mücken neben dem Kohlendioxid als „Opfergeruch“ wahrgenommen werden, sind Milchsäure, Harnsäure, Ammoniak und andere Stoffwechselprodukte, die wir über den Schweiß absondern.

Schutz gegen Mücken

Mückenschutz gegen Stechmücken
Mückenschutz gegen Stechmücken

In Tests der Stiftung Warentests haben ausschließlich Produkte aus synthetischen Stoffen gut abgeschnitten. Leider verwenden drei der fünf Testsieger das weltweit bekannteste Insektenschutzmittel DEET (Diethyltoluamid). Ökotest warnt davor. Es kann die Haut reizen kann. Außerdem kann es schädigend auf den Organismus, z.B. die Leber, wirken. Für Säuglinge und Kleinkinder ist es kaum zu empfehlen. Auch Erwachsene sollten sich nicht großflächig und nicht häufig damit einreiben. Auch Bayrepel (Hydroxyethyl-Isobutyl) kann die Haut reizen. Es ist aber weniger gesundheitsbedenklich. Testsieger wurden Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin.

Unschädlich aber nicht ganz so wirksam wie chemische Mittel sind ätherische Öle. Dafür haben sie aber auch, bei richtiger Anwendung, keine lästige Nebenwirkungen. Lavendel, Bergamotte, Eukalyptus, Citronella oder Teebaumöl sind Düfte, die für die Mücken unangenehm riechen. Gemische aus diesen Ölen, z.B. in der Duftlampe, halten die Mücken für einige Zeit fern. Im Freien verpufft diese Wirkung jedoch schnell, da die Duftlampe oder Duftkerzen nur auf einen kleinen Radius ausgerichtet sind. Zu den ätherischen Ölen >>
Mückenabwehr Lotionen mit ätherischen Ölen sind nicht grundsätzlich besser, weil sie natürlich sind. Auch sie können die Haut reizen. Ihre Wirksamkeit ist häufig nicht ausreichend. Bei Mückenschutzlotionen sollte man daher sehr genau abwägen, für welches Mittel man sich entscheidet. In den Tropen ist sicher ein wesentlich stärkerer Schutz notwendig als bei einheimischen Mücken.

Reisen Sie in tropische Ländern, sollten Sie sich vorher beim Tropeninstitut über Mückenschutz zu informieren.

Tipps vom Tropeninstitut

Biozydverdampfer als Mückenschutz

Biozydverdampfer aus der Steckdose belasten mit ihrem Gift die Atemluft. Außerdem können sie bei empfindlichen Personen gesundheitliche Probleme auslösen. Daher sollte man sie nur in akuten Notfällen einsetzen. Für Säuglinge und Kleinkinder sind sie gar nicht geeignet. Besser helfen hier Insektengitter an Tür und Fenstern oder Moskitonetze über dem Bett gegen die kleinen Draculas des Sommers.