Düfte für Körper und Sinne

Römisches Kamillenöl – Entspannung in stressigen Zeiten

Die Römische Kamille, eine wintergrüne Staude,  ist im Gegensatz zur einjährigen Deutschen Kamille mehrjährig.  Die Pflanze aus der Pflanzenart Korbblütler ( Asteraceae) ist kleiner und wächst teppichartig. Ursprünglich stammt diese Kamillenart aus Südeuropa und Nordafrika. Heute ist sie jedoch auch in Westeuropa heimisch. Die weißen Blüten erscheinen von Juni bis September. Aus ihnen wird das ätherische Öl durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Die Blüten enthalten bis zu 2,4% ätherisches Öl.  Die Pflanze riecht intensiv automatisch frisch.  Aus 60 kg Pflanzenmaterial erhält man ca. 1 kg ätherisches Öl. Die außergewöhnliche Wirkung des Kamillenöls bestimmen die enthaltenen Ester, die schon in geringen Dosierungen entspannend, angstlösend und krampflösend sind. Sie wirken besonders krampflösend auf das Verdauungssystem.

Wie unterscheiden sich Römisches und Deutsches Kamillenöl?

Deutsches und Römisches Kamillenöl sind sich zwar ähnlich, jedoch gibt es auch Unterschiede. Während die deutsche Kamille (Matricaria recutita ) den Chemotyp α-Bisabolol enthält, der all die Wunderdinge tut, die der Deutschen Kamille zugeschrieben werden, sind es beim Römischen Kamillenöl (Anthemis nobilis oder Chamaemelum nobile) die Ester, die den Charakter des Öls prägen. Dank dieser Ester zählt das Öl zu einem der stärksten krampflösenden Mittel der Aromatherapie. Das Öl enthält bis zu 70-80% langkettige Ester, die in dieser Form nur selten vorkommen. Das Deutsche Kamillenöl hat stattdessen einen hohen Anteil an Sesquiterpenen (45-70%) die ebenfalls für Entspannung sorgen können, aber auch kräftigend wirken.

Deutsches Kamillenöl