Rosmarinöl anregend und durchblutungsfördernd

Blühender Rosmarin Zweig
Rosmarinblüten

Rosmarin ist die Heilpflanze des Jahres 2011. Sie hat es verdient. Denn Rosmarin ist eine der ältesten und vielseitigsten Pflanzen. Sie wird sowohl in der Küche als auch in der Heilkunde gleichermaßen eingesetzt.

Bereits die alten Ägypter benutzten Rosmarin. Daher fand man in ägyptischen Gräbern Reste von Rosmarinzweigen. Man legte sie den Verstorbenen in die Hände. Dadurch versüßte man ihnen die Reise in das Land der unsterblichen Seelen mit ihrem Duft. Im alten Rom und in Griechenland war Rosmarin eine heilige Pflanze. Sie war der Aphrodite, der Göttin der Liebe und der Schönheit, gewidmet. Mit Rosmarinzweigen bekränzte man die Götterbilder. Außerdem nutzte man sie bei Räucherungen als Ersatz für den teuren Weihrauch. Da man schon früh die stärkende Wirkung des Rosmarins auf das Gedächtnis erkannte, trugen Studenten in Rom und Griechenland Kränze aus Rosmarin, während sie studierten.

Rosmarin eine uralte Heilpflanze.

Im Mittelalter sollten Räucherungen mit Rosmarin die bösen Geister vertreiben. In der Renaissance war Rosmarin Bestandteil vieler Elixiere, so war er z.B. im berühmten „Wasser der Königin von Ungarn“, einem Verjüngungslikör. Paracelsus schätzte den Rosmarin als Hauptbestandteil seiner bewährten Heilmittel.

Aber auch viele Sagen und Märchen ranken sich um diese Pflanze. Bei Festen wie Hochzeiten und Beerdigungen symbolisierte Rosmarin Treue, Liebe und Tod. Er erinnerte an den ewigen Kreislauf von Leben und Tod. In Shakespeares Hamlet bindet Ophelia Hamlet einen Rosmarinkranz als Zeichen Ihrer Treue: „und da ist Rosmarin, das ist für die Treue“.

Woher stammt der Rosmarin?

Rosmarin wächst im gesamten Mittelmeerraum. Er liebt steinige, sonnige Berghänge bis zu einer Höhe von 700 Metern. Der Name stammt von ros marinus, Tau des Meeres. Er kann bis zu 2 m hoch werden.  Er hat silbrig grüne, nadelförmige Blätter und blassblaue Blüten. Heute ist Rosmarin ein beliebtes Küchengewürz, besonders in der mediterranen Küche. Seine verdauungsanregende Wirkung, besonders auf die Galle, machen Rosmarin Gerichte besonders bekömmlich.

Wie wird Rosmarinöl gewonnen? Was sind seine Hauptinhaltsstoffe?

Rosmarinöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten und Nadeln gewonnen. Hauptbestandteile des Öls sind: Terpen-Kohlenwasserstoffe, Ketone (Kampher), Terpenoxide (Cineol).

Rosmarin bildet je nach Standort, Höhenlage, Klima und Boden unterschiedliche Chemotypen aus, die sich in der Zusammensetzung der Hauptinhaltsstoffe unterscheiden. Der Chemotyp campher enthält verstärkt das Terpenketon Campher. Dieser Typ wird daher im Bereich Muskelverspannungen und Nerven eingesetzt. Seine anregende und wärmende Wirkung hilft bei Erschöpfung und löst Spannungen. Der Chemotyp cineol enthält mehr Cineol, das, wie auch Eukalyptusöl, gut für alle Atemwegsprobleme geeignet ist. Der Chemotyp verbenon (Keton Verbenon) ist besonders gut hautverträglich. Er wird wegen seiner regenerierenden Eigenschaften in der Kosmetik eingesetzt.

Wie wirkt Rosmarinöl?

ätherisches Rosmarinöl
ätherisches Rosmarinöl

Rosmarinöl riecht streng und klar. Er hat eine starken Eukalyptus Note. Es wirkt stimulierend auf das zentrale Nervensystem. Dadurch regt er klares, rationales Denken an. Rosmarinöl löst keine Gefühle, Assoziationen oder Bilder aus, sondern erinnert an gespeicherte Informationen, Zahlen oder Namen. Da es Konzentration und Erinnerungsvermögen fördert, ist es ideal als begleitendes Öl während Studium und Examen. Rosmarin regt den Kreislauf an. Es ist vitalisierend und belebend. Schließlich ist es das ideale Öl für Morgenmuffel. Hier reichen schon einige wenige Tropfen Rosmarinöl als Zugabe in das Duschgel am Morgen.

Möchten Sie abends noch ausgehen, bewirkt ein belebendes Rosmarin-Bad nach einem anstrengenden Tag wahre Wunder. In Massageölen ist Rosmarin erwärmend und dabei durchblutungsfördernd. Es hilft bei kalten, müden und schweren Beinen und Muskelschmerzen sowie Muskelverkrampfungen.

Vor dem Sport wärmt ein Massageöl mit Rosmarin die Muskulatur an. Demzufolge ist es eine optimale Vorbereitung für alle sportlichen Aktivitäten.

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