Vitamine – Balsam für Körper und Seele

Vitamine und Mineralstoffe: Der Bedarf ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Ebenso wie das Alter beeinflussen Stress und Rauchen oder z.B. eine Erkrankung den Versorgungsstatus. Dadurch ergibt sich die benötigte Menge. Allerdings sind die angegebenen Empfehlungen keinesfalls dogmatisch zu sehen.

Auf jeden Fall ist es sinnvoll, seine eigene Vitamin Versorgung genau zu kennen. Denn erst dann können mögliche Defizite gezielt mit Einzel- oder Kombinationspräparaten ausgeglichen werden. Über Ihren Vitamin Status gibt eine Blutanalyse Auskunft.

Unterversorgung mit Vitaminen

Wenn die Zellen mit Vitaminen unterversorgt sind, dann treten zuerst leichte Mangelerscheinungen auf den Plan. Infolgedessen macht sich Unwohlsein breit. Zudem schwindet die Vitalität. In der Regel sieht man einem Menschen eine Vitamin Unterversorgung sogar an. Als verräterisches Zeichen sind dabei schlechte Hautdurchblutung und dunkle Augenringe oder z.B. Risse an den Mundwinkeln zu werten. Später zeigt dann das Immunsystem dem Betreffenden die rote Karte. Häufig treten schließlich Krankheiten auf. In diesem Sinne sind die Endstadien einer Avitaminose als pathologisch einzustufen. Zum Beispiel: Anämie, Dermatitis oder ebenso Funktionsstörungen des Nervensystems. Am Institut des Ernährungswissenschaftlers Professor Werner Kübler in Gießen fanden Forscher schließlich eine ganze Reihe von menschlichen Befindlichkeitsstörungen, die auf eine Vitamin Unterversorgung zurückzuführen sind:

  • vermindertes Wohlbefinden
  • erhöhte Gereiztheit
  • gesteigertes Angstempfinden
  • Nervosität
  • depressive Zustände

Die wichtigsten Vitamine, die empfohlene Menge pro Tag und ihre Funktion

 Vitamin A (Retinol)    1 mg  Sehvorgang, Hautschutz
 Provitamin A (Betakarotin)    15 mg  Sehvorgang, Hautschutz
 Vitamin D (Calciferol)    5 mg  Skelettsystem
 Vitamin E (Tocopherol)   15 mg  Fruchtbarkeit, Zellschutz
 Vitamin K (Phyllochinon)    1,5 mg  Blutgerinnung
 Vitamin C (Ascorbinsäure)  100 mg  Immunabwehr, Zellatmung
 Vitamin B1 (Thiamin)    1 mg  Nervensystem
 Vitamin B2 (Riboflavin)   1,5 mg  Hornhaut, Linse
 Vitamin B6 (Pyridoxine)   1,5 mg  Aminosäuren Stoffwechsel
 Vitamin B12 (Cobalamin)    3 mg  Zellteilung
 Niacin (Niacinamid)   15 mg  Haut
 Vitamin B5 (Panthothensäure)    6 mg  Haarpigmentierung
 Biotin  30-60 mg  Haut, Haare, Nerven
 Folsäure (Pteroylglutaminsäure)  400 mg  Blutbildende Zellen

Anti-Aging Vitamine

Vitamin C: Es erhöht die Abwehrkräfte gegen Infektionskrankheiten. Außerdem ist es beteiligt an der Zahn-, Knochen- und Blutbildung. Vitamin C kommt in frischem Obst, Gemüse und ebenfalls in Kartoffeln vor. Leichte Defizite können sich durch z.B. Müdigkeit und durch geistige und körperliche Leistungsminderung bemerkbar machen. Ebenso schlechte Wundheilung sowie eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten zählen zu den Folgen. Pro Tag wird daher die Zufuhr von 100 mg empfohlen.

Provitamin A (Beta Carotin): Beta Carotin ist eine Vorstufe des Vitamin A. Die Umwandlung zum Vitamin A erfolgt dabei im Körper. Vitamin A hält dort die Oberfläche der Schleimhäute feucht. Dadurch verstärkt es ihre Abwehrleistung. Das Provitamin A wird dabei im Unterhautfettgewebe gespeichert. Nur bei Bedarf wird es abgegeben. Fachleute raten rund 15 mg Beta Carotin täglich aufzunehmen. Diese Menge ist z.B. in 100 g Möhren, Grünkohl, Spinat oder getrockneten Aprikosen enthalten.

Inzwischen ist die Nahrungsergänzung mit Beta Carotin als gesundheitsschädlich in Verruf geraten.

Der wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der Europäischen Union rät daher, Beta Carotin möglichst in natürlicher Form, das heißt in Lebensmitteln zu sich zu nehmen.

Vitamin E: Es ist wichtig für den Fettstoffwechsel. Dabei hat es eine vorbeugende Wirkung gegen Arteriosklerose. Vitamin E fördert zudem die Verdauung des „schlechten“ Cholesterins LDL in den Markophagen. Außerdem fördert es das gute Cholesterin HDL. Somit trägt es dazu bei, Ablagerungen an den Gefäßwänden entgegenzuwirken. Dadurch leistet es einen Beitrag gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Vermutlich unterstützt Vitamin E genauso die Bildung von Antikörpern. Der Tagesbedarf liegt bei 15 mg. Diese Menge entspricht einem Esslöffel Sonnenblumenöl, zwei Esslöffel Weizenkeimen oder 100 g Avocado.

Selen: Dieses Spurenelement schützt vor Zellgiften. Aus diesem Grund kann ein Selen Mangel mit für Arteriosklerose, Immunschwäche und Krebs verantwortlich sein. Bis zu 200 Mikrogramm Selen sollten während eines Tages dem Körper zugeführt werden. Dafür müssten zum Beispiel 100 g Forelle oder Kartoffeln, Reis oder weiße Bohnen verzehrt werden.

Zink: Es erhöht die Aktivität der Fresszellen. Außerdem ist es wichtig für die Bildung von Antikörpern. Ein Zink Mangel lässt darüber hinaus die Thymusdrüse schneller schrumpfen. Darüber hinaus benötigt der Körper mehr Zink bei sportlichen Aktivitäten. Beispielsweise zur Verhinderung von Muskelkater durch den Abbau der Milchsäure. 15 mg Zink befindet sich in 50 g Emmentaler, 100 g Haferflocken oder ebenfalls in zwei Esslöffel Sonnenblumenkernen.