Zitruspflanzen, die beliebten Kübelpflanzen

Zitruspflanzen stammen aus den subtropischen und tropischen Gegenden Asiens. Wenn Sie in unseren Breiten gesunde, prächtige Pflanzen möchten, sollten Sie einige wichtigen Haltungs- und Pflegetipps beachten.

Die Gattung Citrus ist sehr artenreich. Zu ihr gehören nicht nur Zitronen sondern auch Limetten, Satsumas, Orangen, die Bergamotte und viele mehr. Alle enthalten in ihren Pflanzenteilen reichlich ätherisches Öl. Jede Art hat ihr eigenes Duftaroma, dass von zitronig frisch bis zu süßlich reicht. Auch ihre Blüten verströmen einen meist süßlich, blumigen Duft.

Alle Zitruspflanzen sind Sonnenkinder, d.h. sie lieben einen sonnigen, windgeschützten Standort im Garten oder auf der Terrasse. Während der Zeit draußen 1 x pro Woche reichlich gießen, an sehr sonnigen Tagen 1-2 x pro Woche. Jedoch vertragen die Pflanzen keine Staunässe. Bei dauerhafter Staunässe faulen die Wurzeln. Dann kann man nur noch die faulen Wurzeln entfernen und hoffen, dass sich die Pflanze wieder erholt.  Rollen sich die Blätter im Sommer ein, deutet dieses auf Wassermangel hin. Gießen können Sie am besten mit kalkhaltigem Leitungswasser.

Blüten und Früchte

Die Blüten der Zitruspflanzen bestehen aus den Blüten- oder Kronenblättern, sowie den Staubblättern, die die Pollen tragen. In der Mitte befindet sich der Fruchtknoten, der durch die Pollen bestäubt wird. Die Bestäubung erfolgt durch Wind oder Insekten. Ist die Blüte bestäubt fallen die Blütenblätter ab und es bildet sich am Fruchtknoten die Frucht. Nicht alle bestäubten Fruchtknoten bilden Früchte aus, da die Pflanze nur eine begrenzte Zahl an Früchten ausbilden kann. Häufig findet man Blüten und Früchte an einer Pflanze. Das Reifen der Früchte dauert je nach Sorte einige Monate.

Wann sind die Früchte reif? Die Farbe der Früchte sagt nichts über die Reife aus. Um eine gelbe Farbe z.B. bei der Zitrone zu erhalten, braucht die Pflanze kühle Temperaturen, z.B. in der Nacht. Die Farbe wirkt wie ein „Frostschutz“ für die Pflanze. Zuverlässiger ist der Drucktest. Unreife Früchte sind hart, reife Früchte geben bei Druck nach. Reife Früchte verströmen  einen herrlichen Duft. Da die Früchte nach der Ernte nicht mehr nachreifen, sollte man nur reife Früchte ernten.

Umtopfen, wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wenn es Frühling wird und die Pflanzen das Winterquartier verlassen, ist es Zeit zum Umtopfen. Da die Wurzeln der Zitruspflanzen sehr langsam wachsen, ist ein Umtopfen nur ca. alle zwei Jahre nötig. Zeit für einen Topfwechsel ist immer dann, wenn die Wurzeln aus dem Topf quellen. Der neue Topf sollte ca. 2 cm im Durchmesser größer sein als der alte.

Befreien Sie die Pflanze aus dem alten Topf und lockern die Erde am Wurzelballen vorsichtig mit den Fingern auf. Die Wurzeln nicht verletzen. Füllen Sie dann ins untere Drittel des neuen Topfes eine Drainage aus Kies oder Poroton. Damit wird der Wasserabfluss erleichtert und es kommt nicht zur Staunässe. Stellen Sie nun die Pflanze in den neuen Topf und füllen mit einer guten Gartenerde auf. Es gibt auch spezielle Erde für Zitruspflanzen. Anschließend gießen Sie gut an.

Wie Düngen Sie richtig?

Zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr bis zum Herbst ist das regelmäßige Düngen sehr wichtig.  Da der Nährstoffgehalt in Kübeln eingeschränkt ist, sollte man wöchentlich oder 14 -tägig düngen. Werden die Blätter an den Spitzen hell-gelb, leidet die Pflanze an Nährstoffmangel (Chlorose). Ein Nährstoffmangel entsteht, wenn die Pflanze ein zu geringes Nährstoffangebot aus Eisen und Stickstoff erhält.

Ein biologischer Dünger mit ausreichend Eisen und Stickstoff

Krankheiten und Schädlinge

Ein Befall der Zitrusbäumchen mit Schädlingen ist oft ein Zeichen von nicht optimalem Standort oder falscher Pflege. Die Pflanze ist dann gestresst. Im Sommer sind es häufig die Spinnmilben, im Winterquartier Schildläuse. Schildläuse kann man gut mit einer Lösung aus Schmierseife und Spiritus bekämpfen. Bei Spinnmilbenbefall kann man gut eine Niemlösung einsetzen.

Info zu Pflanzenpflege mit Niem

Das Winterquartier

Leider sind alle Zitruspflanzen  nicht winterhart. Daher benötigen sie ein helles, ca.- 5-10°C kaltes Winterquartier. Ist es sehr kühl, darf es nicht zu hell sein und umgekehrt. Während dieser Zeit nur ca. einmal im Monat gießen. Regelmäßig auf Schädlinge untersuchen. Die empfindlichen Pflanzen mögen keinen kalten Stein- oder Fliesenboden. Sie bekommen dann sehr schnell gelbe Blätter. Besser ist eine Holzplatte oder Styropor. Wenn der Frühling kommt und die Nächte frostfrei sind, können die Pflanzen wieder ins Freie. In der ersten Zeit nicht in die volle Sonne stellen, ein Schattenplatz ist für den Anfang besser. Die Pflanzen müssen sich erst langsam wieder an die Sonne gewöhnen.