Lorbeeröl (Laurus nobilis), ein aromatisches Öl mit sanfter Stimulation

Der echte Lorbeer ist ein immergrüner Baum mit aromatischen Blättern. Er ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Seine Blätter werden frisch oder ebenfalls getrocknet in der Küche als Gewürz eingesetzt. Im antiken Griechenland war der Lorbeer dem Gott Apollo geweiht. Bis heute gilt der Lorbeerkranz als Symbol des Sieges.

Die Gewinnung des Lorbeeröls

ätherisches Lorbeeröl
ätherisches Lorbeeröl

Das ätherische Lorbeeröl (Laurus nobilis) wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern gewonnen. Es duftet frisch und leicht nach Eukalyptus. Die Öle aus Italien, Frankreich und Kroatien haben im Gegensatz zu den nordafrikanischen ein wesentlich feineres Aroma. Das liegt an dem niedrigeren Cineolgehalt.

Hauptinhaltsstoffe: Oxide: 35-50% v.a. Cineol, Monoterpene: 15-20% v.a. Pinenen, Sabinen, Monoterpenole: 15-20% v.a. Linalool, Ester: 8-15% Terpinylacetat, Eugenol: bis 3 %, Ester

Aromatisches Lorbeeröl: Die Anwendung

Obwohl es keine streng wissenschaftlichen Untersuchungen über die medizinischen Wirkungen des Lorbeeröls gibt, ist sein positiver Effekt auf das Lymphsystem unbestreitbar.
Kurt Schnaubelt schreibt in seinem Buch „Neue Aromatherapie“ über das Lorbeeröl: „Verreibt man ein paar Tropfen Lorbeeröl auf geschwollene Lymphknoten, erzielt man schnell eine spürbare Erleichterung. Die positive und angenehme Wirkung dieses Öls ist so deutlich und so stark, dass meist eine einmalige Anwendung genügt, um auch die größten Zweifler zu überzeugen.“

Die Anwendung des Lorbeeröls unter der morgendlichen Dusche oder in der Sauna ist daher besonders sinnvoll. Hierfür verreibt man einige Tropfen Lorbeeröl gemischt mit einem Pflanzenöl über Lymphknoten und Solarplexus. Sehr schnell spührt man dann die angenehme Wirkung. Die Stimulation ist sanft, aber dennoch fühlt man sich gestärkt und vitalisiert.

Aber Vorsicht: Auf Grund eines geringen Gehalts an Sesquiterpenlactonen können zu häufige Anwendung des Lorbeeröls auf der Haut und auch die Anwendung über längere Zeiträume, eine gewisse Sensibilität und Reizbarkeit erzeugen. Da es pur auf der Haut hautreizend wirkt, nur in Verdünnung einsetzen. Für den gesunden Körper stellt die Anwendung des Öls einmal pro Woche eine wirksame präventive Maßnahme dar.

In Grippezeiten kann das Öl auch öfter benutzt werden. Nach dem Abklingen der Erkrankung sollte jedoch eine Pause eingelegt werden.

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