Propolis, das Kittharz der Bienen

Propolis ist eine harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung. Die Bienen stellen sie her, um damit Ritzen, Spalten im Bienenstock oder Oberflächen wie z.B. die Waben, damit zu überziehen. Sie hemmt im Bienenstock vorhandene oder eingeschleppte Bakterien, Mikroorganismen und Pilze. Ohne sie hätten die Bienen kaum eine Chance Krankheitserreger abzuwehren, da es in den Bienenstöcken ziemlich warm ist (35°C), sodass sich Bakterien, Viren und Pilze ohne sie besonders gut vermehren können.

Woraus besteht die Propolis?

Die Propolis besteht aus ca. 55 % Naturharzen und Pollenbalsam, ca. 30 % Wachs und ca. 10 % ätherischen Ölen, 3 % organische Stoffen und 2 % Mineralstoffen. Sie ist reich an Flavonoiden, Vitaminen (A, B3, E), Spurenelementen und Mineralstoffen wie Eisen, Zink, Kalzium, Magnesium usw.

Biene sammelt Nektar
Biene auf einer Blüte

Die Bienen sammeln die harzige Propolis an Knospen und Wunden von Bäumen, z.B. an Pappeln, verschiedenen Weidenarten, Espen und Rosskastanien. Sie bringen sie in den Bienenstock und verarbeiten sie durch Kauen und Einspeicheln. Ein Bienenvolk kann bis zu 500 g  pro Jahr einbringen. Propolis ist hellgelb bis dunkelbraun. Der Geschmack ist bitter und scharf, der Geruch meist etwas süßlich. Bei niedrigen Temperaturen ist sie hart, erst bei Temperaturen von über 30°C wird sie weich und etwas klebrig. Der Imker kratzt sie an verschiedenen Stellen im Bienenkorb ab, z.B. dort, wo Bienen störende Zwischenräume verkittet haben.

Propolis wird schon seit altersher in der Volksmedizin bei Entzündungen und kleinen Verletzungen der Haut eingesetzt, da sie eine wundheilungsfördernde Wirkung hat. Sie soll das Immunsystem und die Abwehrschwäche stärken und antioxidativen Stress entgegenwirken.

Auch in Pflegeprodukten für Haut und Haare wird Propolis eingesetzt. Viele bevorzugen das innerliche Einnehmen in Tropfenform oder als Propolis Lutschbonbon. Durch Auflösen in Alkohol (80 % Weingeist) und anschließender Filterung, gewinnt man die Propolis Tinktur. Mit ihr kann man Salben und Cremes herstellen oder sie pur auf kleine Wunden geben.
Creme Rezepte finden Sie in unserer Rezeptsammlung. Als Pflegecreme gut geeignet ist die Creme für trockene Haut. Fügen Sie in die handwarme Creme statt Hyaluronsäure zusätzlich 30 Tr. Propolistinktur und 1 Messerspitze Harnstoff hinzu. Den Harnstoff vorher mit etwas Wasser vorlösen.

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