Welcher Hauttyp bin ich ?

Eine makellose, faltenfreie Haut ist der Wunschtraum von uns allen. Leider sieht die Wirklichkeit oft anders aus. Zu welchem Hauttyp wir gehören wird durch Vererbung festgelegt. Jedoch sind richtige Pflege sowie vollwertige, vitaminreiche Ernährung und gesunde Lebensweise Faktoren, die wir selbst beeinflussen können.

Die Haut unsere schützende Hülle

Die Haut, unser größtes Organ, hat viele wichtige Aufgaben zu erfüllen. Sie schützt den Körper vor schädlichen Einflüssen wie UV-Strahlen der Sonne, Hitze, Kälte, Bakterien und vielem mehr. Durch Ausscheidungen von Schweiß und Schlackenstoffen sorgt sie für eine Entgiftung des Körpers. Zudem ist sie bei einer Verletzung oder Infektion der Haut die erste Abwehrfront des Immunsystems. Durch ihr Unterhautfettgewebe schützt sie den Körper vor Stößen und Verletzungen. Außerdem reguliert sie den Wasserhaushalt. Eine gesunde, funktionstüchtige Haut ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit unseres Körpers. Daher ist die richtige Pflege besonders wichtig.

Wie unterscheiden sich die einzelnen Hauttypen?

Um den eigenen Hauttyp richtig bestimmen zu können und so die Haut durch die richtigen Pflegeprodukte optimal pflegen zu können, ist es wichtig seinen Hauttyp zu kennen.

Die normale Haut

Eine Creme soll dem Hauttyp entsprechen.
Hauttyp gerechte Pflege

Die normale Haut ist feinporig, gut durchblutet und elastisch. Sie hat einen intakten Spannungszustand, weder Hautunreinheiten noch Fettglanz. Der Hydrolipid Mantel (Säureschutzmantel) ist intakt. Dieser Hauttyp ist nach der Pubertät heute äußerst selten. Für die Pflege braucht die Haut nur schonende Reinigung. Alles andere kann die Haut noch völlig allein. Im Sommer ist ein UV-Schutz in einer sehr leichten Creme sinnvoll. Bei  niedrigen Temperaturen unter 0°C bietet eine Fettcreme draußen Schutz vor der Kälte.

  • feinporig, rosig
  • gut durchblutet
  • glatt, elastisch

Hauttyp: trockene Haut

Die trockene Haut bindet zu wenig Fett und Feuchtigkeit. Dadurch kann die Haut rau, schuppig und sogar rissig werden. Sie hat kleine, feine Poren und kaum Hautunreinheiten. Häufig spannt die Haut und neigt dann zu Juckreiz. Sie verliert schnell ihre Elastizität und altert daher schneller. Oft findet man kleine erweiterte Äderchen im Wangenbereich (Couperose).

Häufig leidet die trockene Haut unter Feuchtigkeitsmangel. Sie ist zudem sehr empfindlich und neigt zu Hautunverträglichkeiten. Sie reagiert schnell auf äußere Einflüsse, wie z.B. Temperaturwechsel, aber auch auf neue Pflegeprodukte.

Die trockene, reife Haut weist bereits sichtbare Zeichen des Älterwerdens auf. Die ersten Falten sind sichtbar. Die Hautspannung ist vermindert, die Zellneubildung verlangsamt.

Für diesen Hauttyp ist eine Creme mit ausreichend Fett und Feuchtigkeit notwendig. Besonders großen Wert sollten Sie auf hautverträgliche Wirkstoffe mit wenig allergenem Potential legen. Bei einer selbst gemachten Creme setzen Sie anfangs nur wenige Wirkstoffe ein. Dadurch können Sie die Verträglichkeit besser prüfen.

Durchblutende, anregende Wirkstoffe sind für diesen Hauttyp sinnvoll, aber nur dann, wenn die Haut nicht zu roten Äderchen neigt. Den Fettgehalt der Creme dem augenblicklichen Hautzustand anpassen. Bei zu fettreichen Cremes stellt die Haut, besonders die ältere Haut, die eigene Fettproduktion weiter ein. Daher nur so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

  • feinporig
  • schuppig mit rauen Stellen
  • spannt, neigt zu Juckreiz
  • reagiert schnell auf äußere Einflüsse

Hauttyp: Mischhaut

Das Hautbild der Mischhaut ist zweigeteilt. Im Wangenbereich, in der Jochbeingegend sowie am Hals ist die Haut dünn, trocken und feinporig. In der T-Zone (d.h. Stirn, Nase, Kinn) ist sie großporiger und hat viele Talgdrüsen. Dort ist sie wesentlich fettiger. Je nachdem wie ausgeprägt diese beiden Hautbilder sind, tendiert die Haut zum fettigen oder zum trockenen Hautbild. Die Mischhaut ist häufig empfindlich und reagiert schnell auf Umwelteinflüsse.

Die Pflege der Mischhaut hängt davon ab, zu welchem Hautbild sie tendiert. Meistens sind die Cremes für trockene, feuchtigkeitsarme Haut richtig. Die eingesetzten Wirkstoffe sollen die Haut stärken und sie dadurch vor Umwelteinflüssen schützen. Die T-Zone nur äußerst sparsam eincremen. Man kann das Eincremen auch einmal vergessen.

  • öliger Glanz im T-Bereich
  • Hautunreinheiten in diesem Bereich
  • feine Poren, Spannungsgefühle und schuppige Haut im Wangenbereich

Hauttyp: fettige Haut

Bei der fettigen Haut unterscheidet man zwischen zwei Hauttypen: Seborrhö oleosa und Seborrhö sicca. Bei der oleosa ist die Haut mit einem öligen, glänzenden Film überzogen. Besonders in der T-Zone ist die Talgproduktion erhöht. Die Haut ist großporig und darüber hinaus oft schlecht durchblutet. Sie ist robuster als trockene Haut und neigt weniger schnell zur Faltenbildung.

Aufbau der Haut
Aufbau der Haut

Die Seborrhö sicca (trockene Seborrhö) hat nicht den öligen Fettfilm. Sie schuppt leicht und macht daher auf den ersten Blick einen eher trockenen Eindruck. Die Talgdrüsen sondern festen Talg ab, der meist auch an Schuppen gebunden ist. Die Gesichtshaut an den Wangen sieht oft matt und stumpf aus. In der T-Zone ist die Haut leicht fettig. Durch Zersetzungsprodukte im Hauttalg können zudem juckende Ekzeme entstehen. Weil sie vermeintlich trocken erscheint, wäre eine fettreiche Creme bei diesem Hautbild die völlig falsche Pflege.

Bei einer fettigen Haut ist die gründliche Reinigung wichtig. Diese sollte zwar sanft, aber ruhig etwas entfettend sein. Daher enthält das ideale Gesichtswasser etwas Alkohol und adstringierende Wirkstoffe. Die Tages- und Nachtpflege besteht aus einer sehr leichten Feuchtigkeitscreme mit Wirkstoffen, die auf die Überproduktion der Talgdrüsen beruhigend einwirken. Durchblutungsfördernde Masken oder Peeling Masken sind ebenfalls sinnvoll. Damit die Talgdrüsen nicht erneut aktiviert werden, muss die Haut danach jedoch wieder beruhigt werden.

  • großporig
  • ölig glänzend
  • schlecht durchblutet
  • Neigung zu Hautunreinheiten
  • Neigung zu verhornter, dicker oft fahler Haut

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