Ätherische Öle harmlos oder gefährlich?

Einige ätherische Öle enthalten Inhaltsstoffe, die bei unsachgemäßer Anwendung Unverträglichkeiten oder allergische Reaktionen hervorrufen können. Einige wenige sind toxisch und sollte nur unter Anleitung eingesetzt werden. Bei verantwortlichem Umgang und richtiger Dosierung sind die Risiken bei den allermeisten Ölen verschwindet gering.

Bei den ätherischen Ölen handelt es sich um hochkonzentrierte Substanzen, die immer in Verdünnung eingesetzt werden sollten. Für ein Massageöl reichen 1 bis max 3 % eines ätherischen Öls. Für eine Creme reichen wenige Tropfen.

Die innerliche Einnahme gehört in die Hand eines Arztes oder erfahrenen Aromatherapeuten!

Gefährliche ätherische Öle

Ätherische Öle mit besonders hohem Ketongehalt
Diese Öle wirken neurotoxisch und abtreibend und dürfen Laien nicht einsetzen:
Dazu gehören: Raute, Santolina, Beifuß, Thuja, Wermut, Ysop, Poleiminze, Schopflavendel
Diese Öle finden Sie daher nicht in unserem Shop.

Ätherische Öle mit mittlerem Ketongehalt.
Anwendung mit Vorsicht!
Dazu gehören: Salbei, Speik-Lavendel, Kampfer

Ätherische Öle mit geringem Ketongehalt
Bei umsichtiger Handhabung nur geringes Gefahrenpotential.
Dazu gehören: Schafgarbe, Rosmarin typ campher, Pfefferminze, Eukalyptus polybracta typ krypton, Eukalyptus dives typ piperiton, Atlaszeder

Relativ problemfreie Öle mit Ketongehalt
Dazu gehören: Strohblume, Rosmarin typ verbenon, Eukalyptus globulus, Vetiver

Phenolhaltige Öle
Diese Öle werden wegen gelegentlich wegen ihrer starken antibakteriellen Wirkung eingesetzt. In hohen Dosen über einen längeren Zeitraum, sind sie leberschädigend.
Dazu gehören: Bohnenkraut, Oregano, Thymian, Nelkenblattöl

Hautreizende Öle
Dazu gehören: Nelkenöle, Zimtrinde, Zimtblätter, Oregano, Thymian, Bohnenkraut. Nur in sehr geringer Verdünnung einsetzen.

Photosensibilisierende ätherische Öle
Die Sensibilisierung der Haut tritt nur in Kombination mit UV Licht auf.
Dazu gehören: Zitrone, Bergamotte, Mandarine, Orange, Lavendel

Sensibilisierende Öle
Auf diese Öle sollten empfindliche, allergische Menschen verzichten:
Baldrian, Basilikum, Benzoe, Jasmin, Kamille, Kiefer, Lorbeer, Pfefferminze, Orange, Teebaum, Thymian, Ylang- Ylang, Zitrone, Melisse, Lemongras, alle Nadelöle

Ätherische Öle und Allergien

Insgesamt müssen 26 Inhaltsstoffe der ätherischen Öle, die häufiger als andere in Zusammenhang mit allergischen Reaktionen stehen, in ätherischen Ölen und Parfüms auf dem Etikett aufgeführt werden. Neuere Untersuchungen deuten jedoch daraufhin, dass die allergischen Reaktionen häufig durch Verunreinigungen oder andere Faktoren z,B. Überlagerung Auslöser sind und nicht das 100% naturreine Öl. Besonders Terpene, können sich bei Überlagerung in Terpenhydroperoxide umwandeln, die dann allergischen Hautreaktionen hervorrufen können.

Ätherische Öle bei einer Schwangerschaft

Folgende ätherischen Öle sind nicht geeignet: 
Anis, Basilikum, Estragon, Fenchel, Gewürznelke, Lorbeer, Majoran, Muskatellersalbei, Myrrhe, spanischer Salbei, Sternanis, Thymian weiß, Wacholder, Zeder, Zimt, Lemongras

Säuglinge und Kinder

Säuglinge von 0-12 Monaten: Für Massage oder Bad 1 Tr. Lavendel- Rosen- oder Kamillenöl mit 1Tl Pflanzenöl vermischen.

Kleinkinder von 1-5 Jahren: Für Massage oder Bad 2-3 Tr. der sicheren, nicht toxischen und nicht reizenden Öle mit 1 Tl. Pflanzenöl vermischen.

Kinder von 6-12 Jahren: Die Lösung um mindestens die Hälfte der angegebenen Menge verdünnen.

Kinder über 12 Jahren: wie für Erwachsene angegeben.

Giftnotrufzentrale Berlin: 030/ 19240
www.giftnotruf.de

Alle ätherischen Öle müssen nach Gefahrstoffverordnung mit den entsprechenden GHS- Symbolen gekennzeichnet werden.

Weitere Informationen rund um Ätherische Öle:

Zu den ätherischen Ölen im Shop