09.07.2008
Lavendel (Lavendula angustifolia)
Ätherische Öle

Ätherische Öle wirken durch ihre botenstoffähnlichen Eigenschaften, durch die sie die chemischen Botenstoffe im Gehirn mild regulieren können. Sie wirken dort ausgleichend, wo Ungleichheit entstanden ist, und fördern so indirekt unser seelisches Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

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Lavendelöl

Hauptanbaugebiet: Südfrankreich (Provence)

LavendelfeldLavendel ist seit langer Zeit ein bewährtes Volksheilmittel, sein Duft ist fast jedem bekannt. Es ist eines der wertvollsten und vielseitigsten ätherischen Öle. Dr. Gattefossé, einer der Begründer der modernen Aromatherapie, erfuhr die heilende Wirkung durch Zufall in seinem Labor. Er verbrannte sich nämlich und tauchte daraufhin seine Hand in die erste beste Schale mit Flüssigkeit. Wie sich später herausstellte, war es reines Lavendelöl. Der Schmerz ließ schnell nach und die Wunde verheilte in kurzer Zeit ohne Narbenbildung.
Lavendel stammt aus dem Mittelmeerraum und wird heute auf der ganzen Welt angebaut. Das meiste Öl kommt jedoch aus der Provence in Frankreich. Die Lavendelernte beginnt in den letzten Juliwochen und dauert 2 Wochen.

Entscheidend für die Qualität eines Öles sind folgende Kriterien: kalkhaltiger Boden (optimal ist der Jurakalk der Haut Provence geeignet), die Anbauhöhe (je höher das Feld, desto besser die Qualität), die Sonneneinstrahlung und sogar die Bienen, die Lavendel-Ausbeute steigt durch den Fleiß der Bienen bis zu 15%.

Lavendel Das Lavendelöl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Es wird die ganze Pflanze destilliert. Großen Einfluss auf die Qualität hat die Dauer der Destillation. Sie dauert zwischen 30-40 Minuten. Bei längerer Destillation wird die Qualität schlechter. 120-130kg Lavendelpflanzen ergeben 1kg Öl.


Die Bewertung der Qualität
Hierfür gibt es zwei Kriterien: das olfaktorische und das analytische Kriterium, das sich in die chemische Analyse und die gascromatographische Prüfung aufteilt.

Ein gutes Lavendelöl zeichnet sich durch eine feine, blumige, krautige Note aus. Es ist von wasserklarer Farbe, es darf keine Eintrübungen haben.

Bei der chemischen Analyse und im GC (Gascromatograph) werden die Inhaltsstoffe genau analysiert und bewertet. Die Hauptwirkstoffe im Lavendelöl sind der Ester Linalylacetat und Linalol (Monoterpenalkohol). Der Linalylacetatanteil liegt bei ca. 40%. Dieser Ester ist der Wirkstoff, der dem Lavendelöl seine blumige Note gibt und für unsere Entspannung sorgt. Er wirkt getrockneter Lavendelunmittelbar beruhigend auf das zentrale Nervensystem und gleichzeitig entspannend auf die verschiedenen Organe ein. Er ist ausgleichend, dämpft bei Aufregung, regt an bei Lustlosigkeit. Lavendel wirkt positiv regulierend auf die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn. Dieser Botenstoff des Gehirns sinkt bei Stress ab, schlägt in Nervosität und Aggressivität um. Dieses kann sich in nervösen Kopfschmerzen, nervösen Magen- und Darmbeschwerden oder Schlafstörungen bis hin zu depressiven Verstimmungen äußern. Hier leistet Lavendelöl wertvolle Hilfe. Durch die Ester werden übermäßige Emotionen sanft zurückgefahren. Im Zusammenspiel mit den anderen Inhaltsstoffen, die stimulierende Eigenschaften haben, sorgt es für seelische Ausgeglichenheit und Entspannung.

Das Lavendelöl hat außerdem eine ausgeprägte antimikrobielle Wirkung (Linalol) und fiebersenkende und schmerzstillende Eigenschaften.

Wegen seines breiten Anwendungsspektrums wird das Lavendelöl auch in Krankenhäusern eingesetzt. z. B. bei Schlaflosigkeit, Waschungen bei empfindlicher Haut und bei Hautentzündungen.

Ätherisches Öl Lavendel In der Hautpflege ist es für jeden Hauttyp geeignet, besonders gut für fette, unreine und allergische Haut. Es wird auch bei Akne, Sonnenbrand und kleinen Hautverletzungen eingesetzt. Es beruhigt die Haut und regt die Zellneubildung an.


Lavendel

  • wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem
  • sorgt es für seelische Ausgeglichenheit und Entspannung.
  • ist für jeden Hauttyp geeignet
  • besonders gut für fette, unreine und allergische Haut

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